26.11.2018

Auf dieser Seite haben wir Informationen zur Zulassung von Druckgeräten zusammengestellt, die zur Beförderung gefährlicher Stoffe bestimmt oder Treibgasspeicher von Kraftfahrzeugen sind.

1. Arten von Zulassung und erforderliche Unterlagen

Anfragen oder Anträge auf Erteilung einer kostenpflichtigen Baumusterzulassung für ein Druckgefäß können Sie an folgende Adresse senden:

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Abteilung 3
Stichwort: Druckgefäßzulassung
Postfach
12200 Berlin

1.1 Zulassung nach Druckgasverordnung bzw. der Druckbehälterverordnung

Da diese Verordnungen zurückgezogen sind, kann nicht mehr nach ihnen zugelassen werden. Die damals in Verkehr gebrachten Druckgefäße dürfen aber weiter verwendet werden.

1.2 Zertifizierung nach der TPED

Dies ist das in der EU geltende Verfahren für die Zulassung von ortsbeweglichen Druckgeräten (Druckgefäße und Gastanks mit der zugehörigen sicherheitsrelevanten Ausrüstung) im Landverkehr. Das Verfahren folgt ab 2001 der Richtlinie 1999/36/EG (TPED) und später 2010/35/EU. Es ersetzt in den EU-Ländern sowohl die nationalen Zulassungen als auch die RID/ADR-Zulassungen im Landverkehr. Als benannte Stelle zertifiziert die Zertifizierungsstelle in der BAM Ausrüstungsteile für Druckgefäße und Tanks als ortsbewegliche Druckgeräte, aber keine Druckgefäße.

1.3 Seeverkehrszulassung von Druckgefäßen

Diese Zulassung wird nur von der jeweils national zuständigen Behörde erteilt. Sie führt zur Erlaubnis, ein Druckgefäß auf dem Seeweg zu transportieren.

Die vorliegenden Informationen dienen der transparenten Darstellung des Verfahrens zur Beantragung einer Baumusterzulassung nach IMDG Code, Kapitel 6.2.1. Die für den Abschluss der Zulassung durch die BAM erforderlichen Antragsunterlagen sind im Folgenden stichpunktartig gelistet und sollen helfen, den Umfang der Rückfragen zur Antragstellung zu reduzieren.

Informationen zur Antragstellung von Seeverkehrszulassungen für Druckgefäße

1.4 Zulassung von UN-Druckgefäßen

Diese Zulassung wird nur von der/ den jeweils national zuständigen Behörde/n erteilt. Sie führt zur Erlaubnis, ein Druckgefäß verkehrsträgerübergreifend zu transportieren.

Das nachfolgend beschriebene Verfahren dient der land-, see- und luftverkehrsträgerübergreifenden Zulassung von Druckgefäßen auf der Basis der harmonisierten Vorschriften zur Vergabe des UN-Verpackungssymbols.

Verfahren zur Zulassung von UN-Druckgefäßen

Weitere Informationen:

Zugelassene Prüfstellen und Stellen für die wiederkehrende Prüfung für UN-Druckgefäße
Zugelassene Hersteller für UN-Druckgefäße

1.5 Zulassung von Treibgasspeichern

Die Zulassung von Kraftfahrzeugen erfolgt in Deutschland nach der Straßen-Verkehrs-Zulassungsordnung StVZO. Dies gilt auch für Treibgasfahrzeuge. Treibgasanlagen sind Bestandteil der Kraftfahrzeugzulassung nach STVZO. Die Zulassung in Zusammenarbeit mit dem Kraftfahrtbundeamt von den sog. Technischen Diensten durchgeführt.

Näheres unter § 41a der StVZO.

1.6 Anerkannte technische Regelwerke (ATRe) für Druckgefäße nach RID/ADR 6.2.5

Die Regelwerke wurden im Zuge der Anerkennung vom BMVBS im amtlichen Teil des Verkehrsblattes in Deutsch und Englisch veröffentlicht und den zuständigen Sekretariaten von OTIF und UN ECE gemeldet.

Hinweise des BMVI zur Anwendung eines ATR (Auszug aus dem VkBl. Heft 14-2010; s. S. 282)

Ein ATR für den Landverkehr ist nicht immer auch von der BAM für die Zulassung von Baumustern nach IMDG-Code anerkannt. Dies ist im Einzelfall im ATR selbst angegeben.

2. Prüffristen

Festgelegte Prüffristen von Composite -Druckgefäßen
siehe Amtliche Mitteilungen, Bereich Druckgefäße

3. Ventile

Liste der Ventile mit einer 15-jährigen Gebrauchsdauer für Flüssiggas

4. Veröffentlichung der Zulassungen

siehe Amtliche Mitteilungen, Bereich Druckgefäße