08.11.2018

Thema 1: Ratgeber für Fallprüfungen

Fallprüfung für Verpackungen

Thema 2: Leitfaden zur Beurteilung mängelbehafteter Versandstücke im Luftverkehr

Der Leitfaden enthält eine beispielhafte Darstellung von Versandstücken, die Mängel unterschiedlicher Schweregrade aufweisen und damit möglicherweise nicht mehr für eine sichere Beförderung im Luftverkehr geeignet sind. Die Mängel sind entsprechend ihrer Schweregrade in drei Schädigungsstufen eingeteilt, denen Empfehlungen über die weitere Verwendung zugeordnet sind.

Vorschläge zur Änderung und Ergänzung des Leitfadens einschließlich weiteren Bildmaterials bitten wir an anita.schmidt@bam.de zu richten.

Grundlagen zum Ratgeber

Anhang 1: Verpackungen aus Metall

Anhang 2: Verpackungen aus Kunststoff

Anhang 3: Verpackungen aus Pappe

Anhang 4: Overpacks (Trays mit Dehn- oder Schrumpffolie)

Thema 3: Beförderung ansteckungsgefährlicher Tierkörper

Vogelgrippe

BAM-Allgemeinverfügung Nr. D/BAM/ADR/003

Mit der BAM-Allgemeinverfügung Nr. D/BAM/ADR/003 "Zulassung der Verpackung für die Beförderung von ansteckungsgefährlichen Tierkörpern auf der Straße" wird eine praktikable, sichere und vorschriftenkonforme Verpackungsmethode zur Verfügung gestellt, mit der einzelne tote Tiere, die unter dem Verdacht stehen, dass sie mit gefährlichen ansteckungsgefährlichen Viren behaftet sind, zu den Untersuchungsstellen versandt werden können.

Die Allgemeinverfügung ist nicht für die massenhafte Beförderung von gekeulten Tieren vorgesehen und bezieht sich ausschließlich auf Tierkörper mit dem Verdacht auf eine Infektion mit

  • UN 2814 hochpathogener Vogelgrippe-Virus (HPAI) und Tollwut-Virus
  • UN 2900 ansteckungsgefährliche Stoffe der Kategorie A, die nur ansteckungsgefährlich für Tiere sind.

Ob tot aufgefundene Tiere tatsächlich mit dem hochpathogenen Vogelgrippe-Virus (HPAI) oder mit der für Menschen gefährlichen Variante A/H5N1 infiziert sind, muss in den dafür zuständigen Landesbehörden oder z.B. dem FLI zunächst geklärt werden. In Abstimmung mit dem RKI und dem FLI wird in der Allgemeinverfügung daher darauf verzichtet, diesen Virus-Typ in der Allgemeinverfügung konkret zu nennen, weil zum Zeitpunkt der Beförderung (siehe Zweck) in den meisten Fällen nur ein Verdacht besteht, dass ein infizierter Tierkörper damit behaftet ist. Zielgruppe der Allgemeinverfügung sind die unteren Veterinär- und Gesundheitsämtern vor Ort.

Afrikanische Schweinepest / Schweinefieber

BAM-Allgemeinverfügung Nr. D/BAM/ADR/Az. 3.12/303780
Zulassung der Verpackung für die Beförderung von ansteckungsgefährlichen tierischen Stoffen auf der Straße (Stand 21.02.2018)
Betrifft tierische Stoffe, von denen bekannt oder anzunehmen ist, dass sie mit dem Virus des afrikanischen Schweinefiebers infiziert sind; zugeordnet zu UN 2900 Ansteckungsgefährlicher Stoff, gefährlich für Tiere (nur tierische Stoffe)

Thema 4: Beispiel Ebola - Transport für gefährliche Güter der Klasse 6.2

Das Ebolavirus ist gemäß den allgemeinen Transportvorschriften für gefährliche Güter der Klasse 6.2 zuzuordnen. Es ist als Erreger der Nummer UN 2814 Ansteckungsgefährlicher Stoff, gefährlich für Menschen der Kategorie A zugeordnet.
Unter dieser Einstufung darf es nach der Tabelle A „Verzeichnis der gefährlichen Güter“ nur gemäß der Verpackungsvorschrift P620 verpackt werden.
Klinische Abfälle, die Stoffe der Kategorie A enthalten, sind in jedem Fall der UN 2814 (bzw. UN 2900) zuzuordnen und können nicht unter der UN 3291 gemäß P621 (wie z.B. normaler Krankenhausabfall) befördert werden. (ADR 2.2.62.1.11.1)
Verpackungen, die der Verpackungsvorschrift P620 entsprechen, bestehen aus

  • einem oder mehreren flüssigkeitsdichten Primärgefäß(en)
  • einer flüssigkeitsdichten Sekundärverpackung
  • und einer starren Außenverpackung

Ein Sonderblatt der BAM sowie eine Liste der von der BAM zugelassenen Verpackungen finden Sie hier:
EBOLA – Die Auswahl der richtigen Verpackung zur Beförderung des klinischen Abfalls