06.06.2019

Die BAM nimmt Aufgaben im Rahmen des Sprengstoffgesetzes (SprengG) und der Vorschriften für den Transport gefährlicher Güter wahr. Als eine von zur Zeit 8 in der Europäischen Gemeinschaft benannten Stellen für zivile Explosivstoffe sind wir im Bereich Spreng- und Treibmittel für die Durchführung des EU-Baumusterprüfverfahrens für Explosivstoffe (CE-Zeichen) zuständig.

Die Aufgaben im Einzelnen:

  • Durchführung des EU-Baumusterprüfverfahrens für Spreng-, Zünd- und Treibmittel nach EU-Richtlinie 2014/28/EU
  • Zulassung von Sprengzubehör nach dem SprengG
  • Klassifizierung von Explosivstoffen zu Unterklassen der Klasse 1 nach Gefahrgutvorschriften einschließlich der damit verbundenen Prüfungen
  • Zuordnung von Explosivstoffen zu Lager- und Verträglichkeitsgruppen nach SprengG und 2. SprengV
  • Meldestelle für die Erteilung von Verbringensgenehmigungen
  • Beratung und Gutachten für Behörden und Industrie
  • Mitarbeit bei der Fortentwicklung von nationalen und internationalen Standards (DIN, CEN)
  • Mitarbeit bei der Fortentwicklung von Gesetzen und Verordnungen (UNO, national, technisches Regelwerk)
    BAM TTS in Horstwalde

    BAM TTS in Horstwalde

    Quelle: BAM

Im Rahmen der EU-Baumusterprüfung werden die Spreng-, Zünd- und Treibmittel auf sichere Funktion und auf Sicherheit gegen unzeitige Zündung hin untersucht. Dazu gehören Prüfungen der Spreng- und Treibmitteleigenschaften bei verschiedenen Umweltbedingungen (extreme Temperaturen, Druck, Luftfeuchtigkeit), Analytik von explosiven Stoffen und Prüfung der elektrischen Kennwerte von Zündmitteln und Sprengzubehör. Die EU-Baumusterprüfbescheinigung hat in der gesamten Europäischen Union Gültigkeit. Es besteht die Möglichkeit für Versuche eigene Sprengbunker zu nutzen, in denen ein Äquivalent von bis zu 1 kg TNT ausgelöst werden kann.
Für Versuche, bei denen eine größere Explosivstoffmasse zu prüfen ist, steht das Testgelände Technische Sicherheit der BAM südlich von Berlin zur Verfügung.